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Der Spirit meiner Arbeit

Heutemorgen hat mich der Regen der an mein Fenster tropfte geweckt. Noch vor meinem Wecker klingeln. Das passiert seitdem meine Pferde vor der Tür im Stall stehen, denn mich treibt es hinaus zu ihnen. Mein erster Blick geht aus meinem Schlafzimmerfenster hinaus. Ich sehe Waseem mit Masou feixen. Sie gnabbeln sich an ihren Nasen. Eine kleine Rührung von mir oben lässt sie aufhorchen. Jarno schaut in die Küche hinauf wo das erste Licht angeht. Nun ist kein Entrinnen mehr, das Futter ruft und will zu den Pferden in den Stall von mir gebracht werden. Immer wieder bin ich erstaunt, wie ausdrucksstark die 3 Pferde auf mich wirken und mich ohne Worte erreichen und aktiv werden lassen.  Nachdem ich das erledigt habe, schaue ich in den Himmel hinauf und sehe erste Auflockerungen. Wie immer, denke ich, an Kurstagen ist das Wetter oft gnädig und ich bereite mich innerlich auf meine Gruppe bei Hannover vor.

Yogaübungen und gutes Frühstück - nachdem ich die Pferde auf die Weide gestellt habe. Gut ausgerichtet und bester Laune gehts ins Auto.

4 Teilnehmerinnen warten auf mich. Ich fühle mich sehr willkommen. Das ist das was mich glücklich macht. Es ist ein wunderbares Ankommen und ich schaue in lachende Gesichter.

Das erste Pferd ist eine schwarze Schönheit. Sie zeigt mit Ruhe und Geduld worauf es bei der Pferdesprache  ankommt. Sie ist Erwachsen und ihre Halterin und Reitbeteiligung können überlegt handeln. Ich erkenne an ihrem gesenkten Kopf und schlecken, ihre Augen sind ruhig und entspannt, dass sie "sagt" dass ihre Menschen auf dem richtigen Weg sind sie zu erreichen. Eine Tiefe entsteht.

Wie berührend finde ich und ein Segen für uns Menschen auszutreten aus der Rolle des Müssens und wie entspannend es ist, bewusst warhzunehmen dass es hierbei um keine Lektionen geht, sondern rein um die Kommunikation und um Energie zwischen den Individuen. Die Energie "sichtbar"machen in Form von der Reaktion des Pferdes.

Das Anschauen von unserer Körperbewegung, die Ausdrucksformen woran Pferde uns lesen und verstehen können. Die Rolle als Mensch dem Pferd was zu geben, anstatt zu nehmen und die Balance herzustellen das zu erreichen was ich als Mensch mit dem Pferd gerade tun möchte, ist eine Kunst. Die Frage der inneren Ausrichtung und Haltung ist dabei von großer Wichtigkeit. Ich nenne es den Spirit der Überspringt wenn die Absicht stimmig ist und sie durch Körperbewegung nach Außen gelangt. Ein Muskel der sich anspannt, eine Schulterbewegung, ein Blick...Was kann ich alles erreichen wenn ich meinen Körper spüre und weiß wie ich nach außen wirke! Wie viel Achtung ich erlangen kann von meinem Pferd wenn ich das versuche und perfektioniere, mein Selbst-bewusstsein trainiere.

Wenn ich die Halter/innen sehe die sich auf meine Übungen einlassen und anfangen zu Fühlen und so ihrem Pferd näherkommen, das ist es. Es sind Momente die in der Gruppe fast sichtbar werden, es ist die Energie die entstehen kann wenn dieser Kreis von mehreren gefüllt wird mit Vertrauen. Ist es nicht die Liebe zum Lebewesen die so viel Kraft und Potenzial hat und die Energie von einem Ende des Führseils zum Anderen schwingen lässt in den Frequenzen, die diesen "unsichtbaren" Zauber entstehen lassen können?

Ich genieße die Zeiten des Trainings. Ich bin ganz im Jetzt und Hier und lasse mich nicht von Außen ablenken. Mein Fokus ist so klar ausgerichtet auf das Paar was sich mir anvertraut. Wenn auch die Antennen ausgefahren sind zu denen die am Platz zu schauen. Alle sind ein Teil vom Ganzen heute. Die, die das lesen, lasst Euch berühren von der Essenz.

 

Energie verbindet - gute Gedanken und klare Ausrichtungen - gut sein zu uns selbst - Nachsichtig sein und weg mit den vielen Gedanken. Unser Kopf, die Regierung da oben, wird irritiert bei dieser Art von Arbeit. Lasst Euch nicht in die Schranken weisen davon, sondern werdet frei in eurem Tun.

Ich danke heute dem Spirit der Pferde!