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Gewaltfreie Kommunikation mit Pferden

Der Mensch

Missverständnisse unter uns Menschen sind uns bekannt. Wir sind kommunikative, gesellige und soziale Geschöpfe. Manchmal ist die Sprache unter uns Menschen missverständlich. Gründe gibt es viele.

 

Wir können lernen dem Gegenüber Fragen zu stellen. So wirken wir z.B weniger persönlich und finden eine Möglichkeit unser Gegenüber näher kennenzulernen. 

Wir haben die wörtliche Rede. Und die fällt uns oft schon schwer.

Wie ist es erst zwischen uns und unserem Partner Pferd?

 

 

Der Unterschied

Der Unterschied zwischen Mensch und Pferd ist ganz einfach folgendes:

Wir kommunizieren mit Wörtern und den Tönen und Lauten unserer Stimme. Unsere Gedanken pendeln meistens im Alltag zwischen Vergangenheit und  Zukunft.

 

Wir haben die Gabe zu reflektieren. Wir können uns vorbereiten auf Gespräche, Notizen machen etc.

Pferde sind kurz gesagt ganz präsent im Jetzt und Hier. Sie haben natürlich Prägungen durch Lebenserfahrungen und auch Trigger und verhalten sich individuell, doch sie reflektieren nicht.  Sie leben weitaus länger als wir hier auf der Erde und haben einen uralten Überlebensinstinkt, aus dem sie heraus handeln. Der Fluchtinstinkt, der ungebrochen bleibt.

 

Pferde reagieren und wir agieren. Sie sind kurz gesagt: ganz bei sich und zeigen uns ohne Umschweife ob wir uns im "Ton" vergriffen haben oder nicht.

Die Gemeinsam- keiten

In der Kurzfassung: Mensch und Pferd haben folgendes gemeinsam. Beide Arten sind soziale Wesen. Im Normalfall wachsen Pferde im Herdenverband auf, wir Menschen in Familien. Wir brauchen Körperkontakt und das Wir-Gefühl mit anderen Menschen. Wir brauchen aber auch die Zeit mit uns selbst um in der Kraft zu bleiben. Pferde sind da sehr ähnlich, sie suchen den körperlichen Kontakt und auch mal die Abgrenzung ihrer Artgenossen. Ihr Überleben hängt von der Herde ab.